Update Targu Jiu – Hunde erneut in großer Gefahr

wir waren gerade alle erleichtert, dass Zeit gewonnen war, da Liuza die Halle für 3 Monate mieten konnten. Leider liegt in der Nähe ein Wohnblock und die Nachbarn haben die Polizei gerufen und ihrem Ärger den Zaun zerstört. Die Wut ist groß und es kann sein, dass Luiza wieder räumen muß. Sie war heute bei den Behörden und wird auch kommende Woche weiter versuchen, eine offizielle Entscheidung zu bekommen.

Damit besteht die Gefahr, dass Luiza wieder kurzfristig räumen muß oder die wütenden Nachbarn gegen die Hunde tätlich werden.

Bitte, wer kann helfen? Gibt es jemanden vor Ort, der bei der Grundstücksuche helfen kann? Kennt jemand vielleicht jemanden dort unten, der Luiza als Übergang ein Grundstück zur Verfügung stellen würde? Könnte jemand in Deutschland (mit Traces) Hunde aufnehmen? Wir erstellen eine Liste mit allen reisefertigen Hunden. Könnte jemand im Internet bei den Maklern suchen, ob sich da nicht doch was findet? Und natürlich brauchen wir weitere Spenden, denn wir würden bis jetzt ein Grundstück nicht bezahlen können.

Derzeit befinden sich ca. 6000 € auf dem Grundstückkonto und das wird nicht reichen. Vielleicht hat jemand ja noch andere Ideen.

Gedanken zur Kritik an veganer Ernährung bei Hunden

Im Zusammenhang mit dem Kauf eines Grundstückes für Luiza und die Bedingung, dass Luiza sich und ihre Hunde vegan ernähren soll, haben sich einige Tierschützer über die vegane Ernährung von Hunden Gedanken gemacht:

Liebe TierschutzkollegInnen,

einige kurze Überlegungen zur veganen Ernährung von Hunden, die in der Mail unten kritisiert wird. Ich respektiere ausdrücklich die in der Mail geäusserte Kritik, glaube aber, dass der Konflikt schwieriger ist:

Die vegane Ernährung von Tierschutzhunden ist vor allem dann diskussionswürdig, wenn sie dazu führt, dass man nur wenigen Hunden helfen kann, weil das Futter sehr teuer ist. Das kann es nicht sein.
Andererseits besteht für alle, die den Schutz von Tieren nicht auf unsere Haustiere begrenzen möchten, sondern auch die Nutztiere einbeziehen, ein großer Konflikt. Ist es ethisch korrekt, dem Hund zu helfen und dafür das Rind zu töten? Mit welcher Begründung ist das Leben des Hundes mehr wert, als das des Rindes oder Schweins?
Wenn jemand zu dem Ergebnis kommt, dass beide ein Recht auf ihr Leben haben, bleibt nur die vegane Ernährung für Mensch und Tier. Das ist konsequent und machbar. Es gibt veganes Hundefutter, selbst kochen könnte man auch.
Die Frage, ob das natürlich ist, stellt sich mir weniger. Ist es natürlich, mit einem kranken Hund zum Arzt zu gehen, statt ihn, wie in freier Natur, sterben zu lassen? Ist es natürlich, Hunde und zu Katzen zu kastreren?
Nein, aber es ist human und es macht uns aus, empathisch zu sein und Leiden vermindern zu wollen oder zu verhindern. Wir übernehmen damit Verantwortung.
Hinzu kommt, dass bis vor 50 Jahren auch in Deutschland Hunde von den Resten lebten und das war kein Fleisch. Was wird ein Hofhund bekommen haben, in Zeiten, in denen Fleisch für die meisten Menschen nicht erschwinglich war? Hartes Brot, Küchenabfälle und Kartoffeln vermutlich, genau wie es heute in vielen Ländern der Welt noch der Fall ist. Vegane Ernährung ist  – verantwortlich durchgeführt – auch nicht ungesund. Viele vegan ernährte Hunde, die gesund alt geworden sind, zeugen davon.
Ein ernster Konflikt ergibt sich für mich dann, wenn die vegane Ernährung zu hohen Kosten führt, so dass die Anzahl der Hunde, denen geholfen werden kann, reduziert werden muß oder, wie im Fall Targu Jiu, dass das Grundstück möglicherweise nicht gekauft wird, weil die vegane Ernährung nicht sichergestellt werden kann.
Wenn ich das Rind nicht töten darf, damit der Hund leben kann, dann darf ich aber auch den Hund nicht sterben lassen, damit das Rind leben kann. Ein Dilemma, für das jeder, der hier einen Konflikt empfindet, seine eigene, persönliche Antwort finden muß. Eine einfache Antwort kann es  – unabhängig von Targu Jiu – nicht geben.

Kirsten Heinzel

Transportproblem gelöst

Familie Gantner fährt Ende des Monats nach Rumänien und hat noch Platz in den Fahrzeugen. Ein Vereinsmitglied von uns fährt die Spenden am 23.08. in den Raum Stuttgart, von wo sie mit nach Rumänien genommen werden.

Dringend Mitfahrer für Hilfstransport nach Rumänien gesucht

Wir suchen dringend einen Beifahrer/Beifahrerin, die/ die am kommenden Sonntag, den 13.08. mit nach Rumänien fährt. Geplant ist auf dem Hin- und Rückweg sowie in Rumänien jeweils 1 x zu übernachten, so dass die Fahrt insgesamt 6 Tage dauert. Der Beifahrer sollte sich mit dem Fahrer abwechseln. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Sprinter. Abfahrt bei Bremen.

Eines der letzten großen Abenteuer zum Nulltarif. Die Kosten für die Übernachtungen und Lebenshaltung müßten selbst übernommen werden – das ist in Rumänien allerdings auch nicht sehr teuer.

In Rumänien sollen 2 Stationen angefahren werden: Faget und Timisoara. In beiden Orten leben private Tierschützer, die mit Futter usw. unterstützt werden sollen und ansonsten kaum Hilfe bekommen.

Wer hat Lust zu dieser bestimmt anstrengenden, aber ganz sicher auch abenteuerlichen Fahrt?

Melden bei Kirsten Heinzel 0174 9478670

Zwischenlösung für Luizas Hunde

Luiza konnte in letzter Minute für 3 Monate eine Halle mieten. Am Wochenende wurde gereinigt und gebaut und heute, am 07.08.2017 sind die Hunde umgezogen. Die Miete ist auf 3 Monate begrenzt und mit 500 € im Monat auch nicht länger bezahlbar. Wir haben also Zeit gewonnen, um ein Grundstück zu finden.

Luiza`s Grundstück soll kommenden Montag geräumt werden

Der Kauf des Grundstücks schien sicher. In einem Gespräch mit dem Großspender wurde deutlich, dass wir das vegane Futter bezahlen sollen, welches eine Auflage für seine Hilfe war. Das wären bei ca. 100 Hunden mehrere tausend Euro im Monat und nicht zu leisten.

Wir stehen wieder am Anfang – schlimmer noch: Montag den 07.08.2017 soll das Grundstück von Luiza geräumt werden, Alle Hunde sollen in das städtische Tierheim, in dem die Bedingungen schrecklich sein sollen. Luiza ist völlig verzweifelt und versucht, etwas zu mieten. Bisher ohne Erfolg. Falls sie bis Montag nicht geräumt hat, droht ihr zudem eine Strafe von 5000-9000 €, die sie natürlich nicht bezahlen kann. Diese Hunde sind Luizas Leben. Sie liebt sie nicht weniger, als wir unsere Hunde lieben. Wie verzweifelt muß diese Frau sein.

Wir haben mit unserem Beitrag für das Grundstück insgesamt 5000 € gesammelt. Zu wenig und es scheint aussichtslos, ein günstiges Grundstück zu finden. Wir könnten Ende des Monats fahren und 30 Hunde holen – bislang haben wir Abnehmer für ca. 20 Hunde. Dann aber ist es zu spät. Wir stehen da und sehen zu.