Luiza hilft Hunden auf der Müllkippe

Vor einiger Zeit haben wir auf Luiza aufmerksam gemacht, die in ihrem kleinen Tierheim ehrenamtlich 150 Hunde in Rumänien versorgt und zusätzlich viele, viele Straßenhunde füttert. Wir sammeln für ein Grundstück für Luizas Hunde, denn sie wurde bislang nur geduldet und muß jetzt räumen.

Diese Aufnahmen entstanden gestern, als Luiza und ihre Helferinnen die Hunde auf der öffentlichen Mükippe fütterten.

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Rena kommt Anfang Juli

Anfang July wird dann auch die angefahrene Hündin, die wir auf unserer  Rumänienfahrt gefunden haben, endlich kommen dürfen. sie wurde mit Antibiotikum behandelt, geimpft, gechipt und kastriert.

Jetzt hoffen wir sehr, dass ihr stark entzündete Pfote inzwischen besser geworden ist. Und wenn sie da ist, geht es erstmal zum Tierarzt.

Max ist operiert und Orla zieht um

Orla zieht am 24.06. in ihr neues Zuhause in HH. sie geht noch 5 Wochen mit zur Arbeit, dann geht ihr Mensch in Pension und es gibt erst einmal einen schönen, langen Campingurlaub.

Die Netzhauttrübung von Max wurde operiert und er kann wieder sehen. Er kam mit dem Sehverlust vorher nicht zurecht und war unsicher. Jetzt steht seiner Vermittlung nichts mehr im Wege.

Orla

Max

In eigener Sache….Moya

Wie die Facebooknutzer unter euch sicher mitbekommen haben, gab es auf den Tod von Moya heftige und t.w. leider auch sehr unsachliche, beleidigende Kommentare. Ausschließlich von Menschen, die den genauen Sachverhalt nicht kannten, denn es hat sich niemand bei uns nach den Umständen erkundigt. Natürlich haben wir Moya nur deshalb eingeschläfert, weil sie am Ersticken war und natürlich hätten wir ihr jeden Tag, den sie noch hätte leben können, ermöglicht. Nichts hätten wir uns mehr gewünscht, als dass sie noch ankommen darf, noch genügend Zeit hat, um sich fallen zu lassen und geborgen zu fühlen.

Wir haben uns Antworten auf all die Anschuldigungen weitgehend gespart, weil die Art der Angriffe uns den Eindruck vermittelt hat, dass es mehr um die Beleidigungen und Kritik ging, als um Moya. Und einiges war uns – ehrlich gesagt – auch einfach zu dumm.

 

Die liebe, alte Moya ist tot

Wir mußten Moya heute einschläfern und sind so traurig. Moya war voller Tumore, auch ihre Lunge. Sie konnte schon keine Luft mehr bekommen.

Wir hätten ihr so gern noch eine schöne Zeit gemacht, aber die Tierärztin sagte, es wäre Quälerei, weil sie ersticken würde. Wir haben sie deshalb heute gehen lassen. Moya hat mittags akuten Luftmangel bekommen und nur noch schwer geatmet.

Wir hätten ihr so sehr gewünscht, dass sie noch ein paar schöne Tage haben darf. Aber sie wurde gestreichelt, sie war satt und sauber, es war jemand an ihrer Seite und sie mußte nicht ersticken.

Es ist traurig, dass ein Hund in den Vetkennels eines städtischen Tierheims über Wochen so abmagert, den unendlichen Juckreiz von Sarcoptismilben hat, statt Fell nur noch verfilzten Kot am Körper hat und so schwer krank ist, ohne dass es jemand bemerkt und hilft.

Mach`s gut, liebe Moya.

Erste Bilder unserer Neuankömmlinge

Wir haben ganz wunderbare Hunde bekommen: Crospy, der erstmal schlafen muß, freundlich, ausgeglichen und nur nett. Fährt Auto und läuft super an der Leine.

 

 

 

 

Moja, für die diese Reise keinen Tag zu früh kam – schlimm abgemagert, voller Sarcoptismilben und offener Wunden, mit angeschwollenen, nackten Beinen, der man mit 2 Händen um die Hüfte fassen kann, voller verkrustetem Kot am ganzen Körper, Krallen, mit denen sie nicht laufen kann – und einfach nur nett und dankbar.

 

 

 

 

Helmut, zunächst ein wenig zurückhaltend, dünn, aber nicht so schlimm wie Moja, der zufrieden im Garten unter der Hecke liegt.

 

 

 

 

 

Und Holly, die in Rumänien von den anderen Hunden nicht an das Futter gelassen wurde und abgemagert ist,  die auf der Fahrt zur Pflegestelle die Fahrer immer anstubste und sofort Kontakt suchte und in ihrer neuen Hundegruppe die „Männer“ um den Finger wickelt.

Herzlich willkommen im neuen Leben!

 

Leserbrief von Vagabonzi e.V. zum Thema „Straßenhunde in der Familie“

Leserbrief in der Snipp März bis Mai „Straßenhunde in der Familie“ in der aktuellen Ausgabe Juni, July, August

Der oben genannte Beitrag in  der letzten Snipp vom „Hunde-Coach“ Corinna Heidmann hat mich doch sehr verwundert und ich teile die Ausführungen größtenteils nicht.

Unser Verein Vagabonzi e.V. arbeitet seit vielen Jahren mit verschiedenen rumänischen Tierheimen zusammen und wir vermitteln ehemalige Straßenhunde aus Rumänien. Die geschilderten Probleme gibt es – allerdings sind sie vergleichsweise selten. Der Normalfall ist ein gut sozialisierter, freundlicher Hund, der sich nach allem was er erlebt hat, um Zuwendung und Aufmerksamkeit bemüht und gefallen möchte.

Woher kommen diese unterschiedlichen Erfahrungen?

Bevor die Autorin Probleme mit Straßenhunden auflistet, wäre es erforderlich gewesen, zu erklären, was sie unter einem „Straßenhund“ versteht. Natürlich gibt es verwilderte Hunderudel in den Straßen und diesen Hunden tut man keinen Gefallen, wenn sie mit Menschen leben sollen. Häufiger aber sind ausgesetzte Hunde, die ein Zuhause hatten. Diese Hunde sind sozialisiert mit Menschen und anderen Hunden und diese Hunde suchen die Nähe des Menschen.  Ich kenne keine Tierschützer, die halbwilde Hunde zu Vermittlung anbieten und auf die sozialisierten „Straßenhunde“ treffen die Darstellungen in dem Artikel nicht zu.

Ich habe in den Jahren so viele souveräne Hunde von der Straße erlebt, die freundlich auf andere Hunde und Menschen zugehen. Natürlich gibt es misshandelte Hunde, die zunächst vorsichtig und zurückhaltend sind. Natürlich ist auch mal ein schlecht sozialisierter Angsthund darunter, der in erfahrene Hände gehört. Der Dackel meiner Freundin, der aus einer Beschlagnahmung bei einem Züchter aus dem Kreis Plön stammt, gehört aber auch nicht in die Hände von Anfängern. Die Herkunft eines Hundes sagt erst einmal nichts über den Hund aus – vielleicht sollte man den Hund lieber einfach kennenlernen, statt zu pauschalieren. Hundetrainer sollten bedenken, dass nur die Problemhunde zu ihnen gebracht werden, all die Hunde, die keine Probleme machen, nicht.

Seriöse Vereine und Tierheime werden Interessenten ehrlich beraten, damit Mensch und „Straßenhund“ ein schönes, gemeinsames Leben haben. Meine Erfahrung ist leider: Wenn Interessenten beim seriösen Tierschutz keinen Hund bekommen haben, z.B. weil sie ganztags berufstätig sind, haben sie nicht selten kurz darauf einen Welpen vom „Züchter“.

Es stimmt, dass es Privatleute gibt, die sich unter dem Deckmantel des Tierschutzes mit dem Verkauf von Straßenhunden Geld verdienen (obwohl das heute aufgrund der in Europa erforderlichen Anforderungen an Einfuhr und Sachkunde nicht einfach ist). Mit der Vermehrung und dem Verkauf von gezüchteten Hunden aus Deutschland wird aber auch Geld verdient. Schwarze Schafe gibt es überall – das hat doch mit dem „Straßenhund“ nichts zu tun. All die Kollegen aus dem Vereinstierschutz, den Tierheimen und auch aus dem privaten Tierschutz, die ich kenne, setzen sich mit ihrer Zeit, ihrem Wissen und ihrem privaten Geld für diese „Straßenhunde“ ein – ehrenamtlich. Das ist der Normalfall!

Und zum Schluss: Ich weiß nicht, ob die Autorin schon mal in Rumänien oder einem anderen Land mit Straßenhundeproblematik war, ob sie dort Tierheime besucht hat, in denen die von Hundefängern gefangenen Hunde warten. Ich habe nicht den Eindruck. Mir bietet sich dort ein anderes Bild – Hunde, die einen so flehentlich ansehen, in deren Augen  so viel Hoffnung zu lesen ist, dass man sich ihnen zuwendet, dass sie ein wenig Aufmerksamkeit und Zuneigung bekommen. Ich bin mir sicher, dass diese Hunde der These, dass es für sie besser wäre, bei dichter Schneedecke und -30 Grad auf der Straße zu leben, unterernährt, voller Parasiten und von Hundefängern verfolgt, nicht zustimmen würden.

Ich lade die Autorin gerne ein, unsere Hunde kennenzulernen, unter denen es auch mal schwierige Hunde gibt – keine Frage -, die aber ganz überwiegend einfach nur nett sind. Ich würde keinen anderen Hund mehr wollen, als einen dieser besonderen Hunde  mit Vergangenheit.

Dipl. Biol. Kirsten Heinzel

Vagabonzi e.V.

www.vagabonzi.de, Tel. 0174 9478670

Kleiner Hund – verletzt und alleine an der Straße

Wir haben Rena (ca. 35 cm, ca. 3 J) Mai 2017 verletzt und völlig hilflos in Rumänien an der Straße gefunden. Zwei Beine sind nach einem Autounfall schief zusammen gewachsen und ein Hinterbei war so stark entzündet, dass es wie ein Elefantenfuß aussah. Sie muß unter unerträglichen Schmerzen schon lange dort gelegen haben und konnte kaum laufen. Wir brachten sie zu unserer Tierschutzkollegin ins Tierheim Sighisora und sie war so glücklich über die Hütte und den vollen Napf.

Rena wird mit Antibiotikum behandelt und ihr Bein kann vermutlich gerettet werden. Sie ist eine vorsichtige, sanfte, unendlich nette kleine Hündin, die so sehr Zuwendung sucht. Rena wird jetzt reisefertig gemacht und könnte Ende Juni nach Deutschland reisen – wenn sich jemand erbarmt und ihr ein liebevolles, ebenerdiges Zuhause geben möchte oder wir eine liebevolle Pflegestelle für sie finden..

 

Kontakt
Kirsten Heinzel    0174 9478670
Vagabonzi e.V.

 

 

 

 

 

 

Für Malon und Becky waren wir zu spät

Hündin ohne Namen, 5-6 J., Bissverletzung am Kopf, 52 cm

Helmit, 4-5 J., wird gemoppt

Unterernährte Hündin, die nicht ans Futter gelassen wird, 43 cm, 2-3 J. alt

Von den drei Hunden, die kommen sollten, sind zwei nicht auffindbar. Das ist schrecklich, weil es zeigt, wie lebensbedrohend die Situation für die Hunde im Tierheim Ploiesti ist. Ich hoffe, dass sie nur in einem anderen Zwinger sitzen oder vielleicht schon ausreisen durften. Anstelle von Malon und Becky dürfen jetzt andere Hunde kommen, die gerade aktuell in großer Not sind. vier sind es jetzt: Die magere Hündin, deren Namen ich noch nicht kenne und die nicht ans Futter gelassen wird, Helmuth, der schlimm gemoppt wird und eine weitere große Hündin, die nach einem Beißvorfall in den schrecklichen Vetkennels nur noch in der Ecke sitzt. und natürlich Crospy, der schon so lange wartet.